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NFP 59 spezifisches Glossar

Ein allgemeines Gentechnikglossar ist zu finden auf: http://www.biosicherheit.de/de/lexikon

Allele Unterschiedliche Varianten eines Gens an einer bestimmten Stelle auf dem Erbgut .
Annelide Ringelwürmer; die bekanntesten sind die Regenwürmer
Antibiotikaresistenz Einige Mikroorganismen besitzen Gene, die sie resistent gegen Antibiotika machen. Diese Resistenzgene dienen bei der Herstellung gentechnisch veränderter Organismen als sogenannte Marker. Diese Marker dienen dazu, nach dem gentechnischen Eingriff jene Zellen anzuzeigen, bei denen der Gentransfer erfolgreich war.
Apfelschorf Erkrankung von Apfelbäumen, verursacht durch den Pilz Venturia inaequalis. Sorgt weltweit für grosse Ertragsverluste in Apfelkulturen.
Bt- Mais Gentechnisch veränderter Mais, der ein Gen des Bodenbakteriums Bacillus thuringiensis enthält. Heute werden bereits verschiedene Bt-Mais-Sorten hergestellt. Am bekanntesten sind jene, die gegen den Maiszünsler resistent sind. Diese Sorten enthalten jenes Bt-Gen, das sie befähigt, das Eiweiss Cry 1Ab zu produzieren. Dieses tötet Schädlinge ab.
Auskreuzung Übertragung von Eigenschaften eines Individuums auf ein anderes, bei Pflanzen vor allem durch Pollen.
Bacillus thuringiensis Natürlicherweise im Boden vorkommendes Bakterium. Die verschiedenen Stämme produzieren verschiedene Eiweisse (Cry-Protein), die für viele Käfer, Schmetterlinge und Zweiflügler (Bienen, Wespen) giftig sind.
Arthropoden Gliederfüssler, die auf oder im Boden leben, beispielsweise Tausendfüssler, Insekten, Spinnen oder Milben.
Caryophyllen Duftstoff, der von Mais abgegeben wird, wenn ein Schädling an der Pflanze frisst.
Chlamydomonas Gattung einzelliger Grünalgen.
Chloroplasten Organelle von Pflanzenzellen, in denen die Pflanze Photosynthese betreibt (aus Kohlendioxid und Wasser wird mittels Licht Traubenzucker und Sauerstoff produziert).
Cry-Protein Eiweiss, das von den verschiedenen Stämmen des Bacillus thurengiensis - Bakteriums produziert wird (cry = crystal) und für gewisse Insekten giftig ist. Bis jetzt sind über 170 Varianten dieses Eiweisses bekannt. Eines davon ist das Cry 1Ab, das für die Larven des Maiszünslers tödlich ist. Ein anderes ist das Cry 3Bb1, das gegen den westlichen Maiswurzelbohrer wirkt.
DNA Desoxyribonukleinsäure (DNA) ist ein langkettiges, in allen Lebewesen vorkommendes Biomolekül, das die Erbinformation trägt.
Fadenwürmer Kleine, weiß bis farblose, fadenförmige Würmchen, die in feuchter Umgebung (z.B. Erde) leben (lateinisch: Nematoda).
Fungizid Chemischer oder biologischer Wirkstoff, der Pilze oder ihre Sporen abtötet oder ihr Wachstum hemmt.
Furunkulose Krankheit der Edelfische (Forellen, Lachse), verursacht durch das Bakterium Aeromonas salmonicida ssp. Salmonicida.
Gentechnik Methoden, die es ermöglichen, einzelne Gene ein- oder auszuschalten, sie zu isolieren und in einen anderen Organismus einzubauen. Aufgrund dieser Genveränderungen weist das betroffene Lebewesen neue Eigenschaften auf.
Gentransfer Übertragung von einem oder mehreren Genen mittels gentechnischer Methoden in das Erbgut eines Individuums derselben oder einer anderen Art (Pflanze, Tier, Bakterium).
Koexistenz Das Nebeneinander des Anbaus von Kulturpflanzen mit und ohne gentechnische Veränderungen. In der Schweiz ein umstrittenes Thema, da aufgrund der Kleinräumigkeit der Schweizerischen Landwirtschaft die Befürchtung besteht, dass die Koexistenz nicht möglich ist. Das Gentechnikgesetz verlangt den Schutz der Produktion ohne gentechnisch veränderte Organismen sowie die Wahlfreiheit.
Maiszünsler Europäischer Schmetterling, dessen Larven an den Stängeln und Kolben von Maispflanzen fressen und so Ertragsausfälle bewirken (lateinisch: Ostrinia nubilalis).
Mehltau, echter Häufige Krankheit des Getreides, verursacht durch den Pilz Blumeria graminis. /td>
Mykorrhizapilze Bodenpilze, die mit den Wurzeln vieler Pflanzen in Symbiose zusammenleben. Die Pilze helfen den Pflanzen, gewisse Nährstoffe wie zum Beispiel Phosphat aufzunehmen. Im Gegenzug dazu erhält der Pilz von der Pflanze Zucker.
Pestizid Chemischer oder biologischer Wirkstoff, der Insekten abtötet oder ihr Wachstum hemmt.
Phytometer-Pflanzen Pflanzen, die im Gewächshaus unter idealen Bedingungen aufgezogen danach in einen bestehenden Pflanzenbestand eingesetzt werden. Das Wachstum und die Entwicklung dieser Einzelpflanzen (Phytometer-Pflanzen) werden detailliert beobachtet. Dies erlaubt Rückschlüsse auf die Umweltbedingungen, denen diese Pflanzen ausgesetzt sind.
Pm3-Resistenzgen Gen, das ursprünglich aus der Gerste stammt und eine Resistenz gegen den echten Mehltau bewirkt.
Pseudomonas Eine Gattung stäbchenförmiger, beweglicher Bakterien, die fast überall in der Umwelt vorkommen. Die meisten Arten ernähren sich von totem Pflanzenmaterial. Von einigen Arten sind aber auch krankheitserregende Stämme bekannt, die auch für den Menschen gefährlich werden können.
Symbiose Das Zusammenleben von Organismen unterschiedlicher Arten, das für beide Partner einen Nutzen bringt.
Trangsgen Gen, das mit gentechnischen Methoden in das Erbgut einer anderen Art (Pflanze, Tier, Bakterium) eingebracht wurde.
Weizenlinie Nachkommen einer einzelnen Weizenpflanze. Diese sind sich aufgrund der engen Verwandtschaft sehr ähnlich.
Maiswurzelbohrer (westlicher) Kleiner Käfer, der ursprünglich aus Mittelamerika stammt und sich seit den 90er Jahren auch in Europa verbreitet. Larven fressen an den Maiswurzeln und verursachen grosse Schäden. (lateinisch: Diabrotica virgifera).