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Willkommen beim NFP 59

Die gentechnische Veränderung von Pflanzen bietet Möglichkeiten, welche über jene der herkömmlichen Züchtung weit hinausgehen. Deshalb werden solche Pflanzen bereits in vielen Ländern kommerziell genutzt. Jedoch: Gentechnisch veränderte Pflanzen (GVP) sind auch umstritten – insbesondere in der Schweiz.
Darum haben die Stimmberechtigten im Jahre 2005 ein Moratorium für den kommerziellen Anbau von Gentech-Pflanzen beschlossen, das noch bis 2010 galt und vom Bundesrat bis 2013 verlängert worden ist.

Bis dahin soll die Forschung noch mehr Wissen über den Nutzen und die Risiken von GVP erarbeiten. Denn auch wenn der heutige Wissensstand beträchtlich ist: Es sind noch viele Aspekte ungeklärt.
Beispielsweise die für die Schweiz mit ihrer kleinräumig strukturierten Landwirtschaft äusserst relevante Frage der Koexistenz des Pflanzenanbaus mit und ohne Gentechnik. Auch ist unklar, inwiefern eine Landwirtschaft mit Gentech-Pflanzen hierzulande wirtschaftlich rentabler, umweltschonender oder gesellschaftlich akzeptiert wäre und ob schliesslich auch die Konsumenten davon profitierten.

Um solche Fragen zu klären, hat der Bundesrat den Schweizerischen Nationalfonds beauftragt, das Nationale Forschungsprogramm NFP 59 «Nutzen und Risiken der Freisetzung gentechnisch veränderter Pflanzen» durchzuführen.

Das Programm ergreift weder für noch gegen gentechnisch veränderte Pflanzen Partei. Es leistet einen Beitrag, um die Fragen zu beantworten, welche Politik und Gesellschaft im Zusammenhang mit einer neuen Technologie stellen.