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Breit angelegter Feldversuch als Grundlage für weitere Projekte - abgeschlossen

Projekttitel: Feldarbeit und Logistik / Am Feldversuch mit
gentechnisch verändertem Weizen angeschlossenes Projekt
(Weizenkonsortium)

Betrag: CHF 1 000 000.–
Dauer: 48 Monate

Zusammenfassung der Resultate (pdf)

Projektbeschrieb

Weizen wird häufig von Mehltau befallen – einem Pilz, der Qualität und Ertrag vermindert. Mittels gentechnischer Verfahren lässt sich die Resistenz von Weizen gegen Mehltau erhöhen. In einem breit angelegten Feldexperiment soll getestet werden, wie sich dieser gentechnisch veränderte Weizen im Freiland verhält. Dabei sollen insbesondere auch Fragen der Biosicherheit geklärt werden.

Hintergrund

Aus Laborversuchen ist bekannt, dass Weizenpflanzen mittels gentechnischer Methoden gegen Pilzbefall bis zu einem gewissen Grad resistent gemacht werden können. Jedoch sind mit diesen pilzresistenten Weizenlinien in Europa bislang kaum Feldexperimente durchgeführt worden. Insbesondere wurde nicht geprüft, wie sich gentechnisch veränderter Weizen auf verwandte Wildpflanzen, Bodenorganismen oder das Ökosystem insgesamt auswirkt.

Ziele

An zwei Standorten in der Schweiz (Zürich-Reckenholz und Pully bei Lausanne) wird während dreier Jahre gentechnisch veränderter Weizen, der eine verbesserte Resistenz gegen Mehltau aufweist, in einem Feldversuch angebaut. Diese Weizensorten werden in acht untereinander koordinierten Einzelprojekten auf ihre umweltspezifischen Nutzen und Risiken hin untersucht. Gleichzeitig soll der Feldversuch auch für eine intensive Diskussion mit der Öffentlichkeit genutzt werden.

Methoden

Der Feldversuch bildet die Grundlage der einzelnen Projekte, die hauptsächlich die Untersuchung des Resistenzverhaltens sowie Risikoabschätzungen und ökologische Studien umfassen. Diese einzelnen Projekte werden von einem interdisziplinär zusammengesetzten Forschungskonsortium durchgeführt (Details zu den einzelnen Projekten siehe unter Boller, Felber, Keller, Maurhofer, Nentwig, Romeis, Sautter, Schmid). Spezielle Demonstrationsfelder sorgen dafür, die Forschung der Öffentlichkeit näherzubringen und zur Diskussion zu stellen. Über den Verlauf der Feldversuche und die Resultate aus den einzelnen Projekten informieren auch eine Website und öffentliche Veranstaltungen.

Bedeutung

Mit den Feldversuchen lassen sich umfassende neue Erkenntnisse über Nutzen und Risiken von krankheitsresistentem Weizen gewinnen. Sie tragen zur Klärung der Frage bei, ob gentechnisch veränderte Pflanzen in der Schweiz eine Zukunft haben.

Prof. Dr. Wilhelm Gruissem
ETH Zürich
Pflanzenwissenschaften
Universitätstrasse 2
8092 Zürich
044 632 08 57
wilhelm.gruissem@ipw.biol.ethz.ch
vcard
Institut für Pflanzenbiologie
Zollikerstrasse 107
8008 Zürich
044 634 82 11
admin@botinst.uzh.ch
vcard

Links

konsortium-weizen.ch
Das «Konsortium-Weizen.ch» ist ein Verbund von Forschungsgruppen der Institute für Pflanzenbiologie und Umweltwissenschaften der Universität Zürich, des Instituts für Pflanzenwissenschaften der ETH Zürich, weiterer Schweizer Hochschulpartner und der Forschungsanstalten Agroscope Reckenholz-Tänikon ART und Changins-Wädenswil ACW.
"ETH Life", 20.09.2010

Dokumente

  Bericht «die Grüne» 24/2007
Nächsten Frühling wird im Freiland gentechnisch veränderter, gegen Mehltau resistenter Weizen ausgesät. Die Schweizer Forschenden nutzen die Gelegenheit, um mögliche Umweltrisiken dieser Pflanzen zu untersuchen.
  «Zürcher Landzeitung», Sonntag, 17.02.08
An der Stadtgrenze von Zürich läuft ein umstrittener Feldversuch mit gentechnisch verändertem Weizen an
  Poster Kick-off-Meeting
  "Der Spiegel" 26/08
  "Basler Zeitung" 19.07.2008